Über Tanja

Ich liebe Trainieren, weil es mich mit meinem inneren Kind in Berührung bringt. Es ist wertvoll, sich in seiner Haut wohl und frei zu fühlen. Ich möchte anderen Menschen helfen, dieses Gefühl zu erreichen. Mein Ziel ist, dass meine Klient*innen ein gutes Körpergefühl und eine Selbstständigkeit im Training entwickeln.

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Erfahrung

Slava und ich teilen die Überzeugung, dass man nie ausgelernt hat. Wir sind ebenso überzeugt, dass praktische Erfahrung einer der besten Lehrer ist. Wir unterrichten nur, was wir bisher selber gelernt und geübt haben und versuchen, uns jeden Tag ein Stückchen weiterzubilden.

  • Yogapraxis seit Sommer 2012, seit Dezember 2012 Ashtanga Yoga, vor allem geprägt durch die Lehrer*innen Gabriele Meder, Saraswathi Jois und Lino Miele
  • 2014 – 2016 dreijährige Lehre zur Yogalehrerin im Ashtanga Yoga Studio Basel
  • Calisthenics-Praxis seit Herbst 2017, seit September 2018 ist Tanja Ninić mein Coach
  • Seit Herbst 2017 Selbststudium von trainingswissenschaftlicher und physiotherapeutischer Forschung
  • Seit 2019 Fitnesstrainer B-Lizenz
  • April-Mai 2020 Praktikum bei Nirvana Strength in Bali

Ich bin Mitglied des Verein Calisthenics Beider Basel.

Bewegungsbiografie

Wenn du an mehr Details interessiert bist: hier findest du die Hintergründe meiner Trainingsgeschichte.

Die erste regelmässige Sportart, die ich ausgeübt habe, war Acro Ballett im Primarschulalter. Ich liebte es sowieso, mich auf Wiesen, dem Sofa oder sonst wo mit dem Rad, Kopfstand und Handstandversuchen auszutoben. Ich weiss nicht mehr, wieso ich aufgehört habe, in die Kurse zu gehen.

Ein paar Jahre später fing ich mit Judo an, weil meine besten Freundinnen davon begeistert waren. Das war eine kurze Affäre, da ich realisierte, dass ich überhaupt keine Lust auf Wettkämpfe hatte.

Als Teenager besuchte ich keine Sportkurse, hatte aber mehr oder weniger Spass am Schulsport und bin ziemlich froh, dass ich mich dadurch 2x in der Woche so richtig bewegte. Nicht alles gefiel mir (vor allem Rennen, das nicht mit einem Mannschaftsspiel verbunden war). Ich war auch ziemlich schlecht im Werfen oder Springen, aber ich hatte immer Freude am Boden- und Geräteturnen.

Als die Schule vorbei war, machte ich weniger Sport und griff dabei auf die Standards Joggen, Rumpf- und Kniebeugen zurück, ohne eine Ahnung zu haben, in welcher Frequenz dies sinnvoll war und wie ich die Übungen am besten auszuführen hatte. Ich nahm “Sport” als Qual wahr und hatte keine Freude daran. Ich hätte auch nicht gewusst, wo ich mitmachen könnte, weil ich dachte, ich sei schon zu “alt” um mich bei einem Ballett- oder Akrobatikkurs einzuschreiben und auf wettkampforientierte Sportarten hatte ich keine Lust.

Nach ein paar Jahren, in denen ich versucht hatte, eine Joggerin zu werden, gelegentlich Schwimmen ging und in denen ich ab und zu Pilateskurse vom Unisport besuchte, zeigte mir eine Freundin Yoga auf der Kraftwerkinsel beim Birsköpfli und ich verliebte mich sofort in die Disziplin.

Ich war zwar nicht besonders stark und vor allem die kräftigenden Aspekte forderten mich heraus, aber ich hatte das Gefühl, ich sei “gut” im Yoga, weil ich den Kopfstand seit der Kindheit kann und schon ohne regelmässiges Training ziemlich flexibel war (ich konnte z.B. schon immer die Brücke (das Rad) oder den Boden mit den Händen berühren, während meine Beine gestreckt waren).

Weil ich so vom Yoga begeistert war, widmete ich mich für etwa 5 Jahre ausschliesslich dieser Disziplin, spezifisch dem Ashtanga Yoga. Das führte mich viermal nach Indien, um mit Saraswathi und Sharath Jois, sowie Lino Miele zu praktizieren. Ich frass alle Informationen über die körperlichen und geistigen Aspekte und Techniken in mich hinein und bin über einige Einsichten aus der Yoga-Philosophie in die Funktionsweise des Geistes froh.

In dieser intensiven Zeit stimmte ich Konzepten zu, denen ich heute anders begegne. Zum Beispiel, dass es ideal sei, die Asanas des Ashtanga-Yoga idealerweise 6x in der Woche vor Sonnenaufgang zu üben. Oder dass Sonnengrüsse und die Positionen der Ashtanga-Serie ein ausreichendes Warm-Up für alles seien, was in der Serie vorkommt. Für einige Leute funktioniert dies, für andere Leute nicht. Die jeweilige Bewegungsbiografie spielt hierbei eine erhebliche Rolle.

Egal, wie vorsichtig, achtsam oder wie wenig ich von der Serie ich geübt hatte, egal wie fest ich die Positionen, die mir schwer fielen modifizierte: 30-60 Minuten nach dem Aufstehen zu üben führte bei mir nach etwa vier Jahren zu ständigen Schmerzen, vor allem im Rücken und in den Knien. Ich war mir noch nicht bewusst, dass fehlende Kraft, Gelenkkapazität und Stabilität eine Ursache davon sein könnten.

Erst als ich Slava kennenlernte und wieder mit Boden- und Geräteturnen (Calisthenics) in Kontakt kam, stellte ich bei mir eine Disbalance zwischen Kraft und Beweglichkeit fest, obwohl ich bisher immer überzeugt war, dass ich wegen der Yogapraxis stark sei. Ich steckte meine Asanapraxis zurück und beschäftige mich mehr mit Calisthenics, weil es mir enorm Spass machte und Kindheitserinnerungen wach rief. Das beste, was ich bisher durch Calisthenics erlebt habe, war mein erster Klimmzug. Ich konnte das in meinem ganzen Leben bis dahin nie, und mit 28 funktionierte es dank regelmässigem und sinnvoll aufgebautem Training.

Wenn ich dann jeweils wieder die Asanas der Ashtanga-Sequenz übte, merkte ich, dass sie sich aufgrund der gewonnenen Stabilität und Kraft viel besser anfühlten. Seither bereichern sich die beiden Disziplinen gegenseitig.

Eine Asana-Praxis fördert das nach Innen kehren und einen grossen Fokus auf die Atmung. Calisthenics erlaubt dagegen viel mehr, Bewegung in den Bereich des Sozialen zu bringen, z.B. bei einem Training draussen im Sonnenschein, wo man sich gegenseitig Tricks erklärt und viel lacht. Wer bereits kräftig ist, profitiert von der Erkundung der Beweglichkeit im Yoga. Wer bereits flexibel ist, profitiert von der Kraft, die bei Calisthenics im Fokus steht und nach den Erkenntnissen der Trainingswissenschaft aufgebaut wird.

Ich trainiere bzw. übe etwa 4-5x die Woche für meine verschiedenen Ziele und greife dabei auf verschiedenste Techniken und Disziplinen zurück. Am meisten dominieren aktuell Kraftelemente aus dem Kunstturnen, Handstandübungen, Gelenkkapazitätstraining und verschiedene Asana- und Pranayama-Elemente.

Fotos v.l.n.r.: 2x Slava Vassiliev, Saïda Schulthess, Katharina Hutter